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07. Feb 2012 | Tag 38 | Seite 38

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Information: Buch - Stab
Stabs-Chef Sanguis dirigiert die Rote und die Weiße Armee. Sanguis vertritt den Druckersaft.

Dem Stabs-Chef und Oberbefehlshaber Sanguis sei an an dieser Stelle herzlichst für seine unglaublich präzisen, schnellen Truppeneinsätze an der unsichtbaren Front gedankt. Tag und Nacht klappen im Hauptquartier, unserem Herz, die Klappen. Vergleichbar der Arbeitsweise des Wasserwerkes einer Großstadt, halten die Pumpen den Druck so hoch, daß überall und jederzeit jedes Behördenorgan seinen Bedarf decken kann, ohne daß es in der Regel ein Lamento gibt. Von Ausnahmefällen mal abgesehen. Aber die sind dann leider zu 100% nicht mehr reparabel.
Deshalb bedankt sich Dieter Gerschler, namens seines rechten Standbeins, für den fließenden Venenverlauf und sein Kompagnon Johann Wolfgang von Köter, im Namen seines Spielbeins, für den Aorta-Pas de deux. Beide wissen die Dinge des täglichen Kreislaufs sowohl innerlich als auch der sich ähnelnden Außenwelt sehr zu schätzen.
Sanguis ist nicht nur versierter Mittler in Sachen Transport und Kommunikation. Er setzt seine Armee, die ständig in der höchsten Alarmstufe “ROT”zur Abwehr bereit steht, auch in Sachen kolleterale Schäden ein. Allerdings ist Stabs-Chef Sanguis dann überfordert, wenn die Attacke an Wucht und Größe ein lebensbedrohendes Ausmaß erreicht hat. Normale Angriffe (Rosenstachel etc.) werden von der Task Force binnen 1 bis 3 Minuten zum Stillstand gebracht, neutralisiert.
   
Vene   Dornenstich   Arterie
Blut
Blut (lateinisch Sanguis), im Herz-Kreislauf-System (Blutkreislauf) zirkulierende Körperflüssigkeit, die dem allgemeinen Stofftransport und Stoffaustausch dient. Funktion: Das Blut kann als flüssiges Gewebe oder als Organ des Körpers angesehen werden. Es bringt als Transportmittel Sauerstoff aus der Lunge und Nährstoffe aus dem Darm in die Gewebe, Kohlendioxid und Abbauprodukte des Stoffwechsels in die Ausscheidungsorgane (Lunge, Niere) und überträgt Hormone, Vitamine und Enzyme. Es dient der chemischen Verknüpfung der Organe und der Aufrechterhaltung des Wasser- und Salzhaushaltes des Körpers. Wichtige Eigenfunktionen des Blutes sind die Fähigkeiten, Puffer im Säure-Basen-Haushalt zu sein, als Träger von Antikörpern und Leukozyten eingedrungene Fremdstoffe, Gifte und Fremdorganismen abzuwehren (Immunreaktion) und eröffnete Blutgefäße (Blutgerinnung) verschließen zu können. Die Blutmenge des Menschen beträgt etwa 7,8% seines Körpergewichts, beim Erwachsenen (bei 70 kg Körpergewicht) etwa 4,5-6l. Das Blut setzt sich aus dem Blutplasma (Blutflüssigkeit) und aus den geformten Bestandteilen, den Blutkörperchen, zusammen.
Blutbestandteile
Das Blutplasma besteht aus Wasser (90%), Elektrolyten (besonders Natrium, Kalium und Calcium), den transportierten Stoffen und aus Proteinen (6-8%). Blutproteine sind Albumine, die an der Regulation des Wasserhaushaltes beteiligt sind, Globuline, die Antikörper enthalten, und Fibrinogen, das für die Blutgerinnung verantwortlich ist. Plasma ohne Fibrinogen wird als Blutserum bezeichnet. Von den geformten Blutbestandteilen überwiegen zahlenmäßig (etwa 4,55 Mio./mm3) die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), scheibenförmige, kernlose, in der Mitte eingedellte Zellen von etwa 0,007 mm Durchmesser. Sie bestehen aus einer Gerüstsubstanz, in die der Blutfarbstoff (Hämoglobin) eingelagert ist. Das Hämoglobin ermöglicht Atmung und Stoffwechselvorgänge durch seine Fähigkeit, Sauerstoff zu binden (in der Lunge) oder abzugeben (im Gewebe) entsprechend der in der Umgebung vorhandenen Sauerstoffkonzentration.
  Rote Blutkörperchen auf ca.15 km langem, täglichem Weg, um alle Organe unseres Körpers mit Sauerstoff zu versorgen.
Im Unterschied zu den roten sind die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) kernhaltig und enthalten keinen Farbstoff. Ihre Zahl beträgt 4000-9000/mm3 Blut. Man unterscheidet Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten; sie sind (mit Ausnahme der Lymphozyten) größer als die roten Blutkörperchen. Die Granulozyten werden je nach Anfärbbarkeit ihrer Körnchen (Granula) mit sauren oder basischen Farbstoffen in neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten unterteilt. Die neutrophilen Granulozyten machen den Hauptbestandteil der weißen Blutkörperchen aus. Sie sind aktiv beweglich, können, durch Stoffwechselprodukte von Krankheitserregern oder Zerfallsprodukten der Proteine angelockt, die Blutbahn verlassen (Diapedese), nehmen die Fremdstoffe auf (Phagozytose) und verdauen sie. Zugrunde gegangene Granulozyten bilden die Hauptmasse des Eiters. Die anderen Arten von weißen Blutkörperchen sind ebenfalls an der Körperabwehr beteiligt. Monozyten sind zur Phagozytose größerer Fremdkörper in der Lage, die Lymphozyten besitzen die Fähigkeit, Antikörper zu bilden, und sind Grundlage der Immunität. Die ebenfalls farblosen Blutplättchen (Thrombozyten) sind als Bruchstücke von Knochenmarkzellen die kleinsten Blutkörperchen (etwa 0,003 mm Durchmesser), ihre Zahl in 1mm3 Blut beträgt 200000 - 400000. Sie sind für die Blutgerinnung wichtig. Die Blutkörperchen und ihre Vorstufen entstehen vorwiegend im Knochenmark.
  Blutgerinnung
Zusammensetzung und Blutbildung
Das Blutvolumen eines Menschen beträgt - je nach Alter, Körpergröße und Gewicht - 4,5 bis 6 Liter. Es kann sich für kurze Zeit erhöhen, wenn viel Flüssigkeit aufgenommen wird, bzw. verringern, wenn ein Mensch über einen längeren Zeitraum zu wenig trinkt oder zu stark schwitzt.
Zusammensetzung und Aufgaben des Bluts
Das Blut beinhaltet sowohl feste als auch flüssige Bestandteile. Die festen Bestandteile, die Blutkörperchen, zu denen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten) zählen, stellen ca. 42 % des Bluts. Diesen Anteil bezeichnet man auch als Hämotokritwert. Der flüssige Anteil, das Blutplasma, liegt bei etwa 58 %. Das Blutplasma besteht vor allem aus Wasser, in dem Eiweißstoffe (Proteine) und andere Stoffe wie Fettsäuren und Zucker enthalten sind. Das Blutserum erhält man, wenn dem Plasma die an der Blutgerinnung beteiligten Eiweiße entzogen werden.
© 2009 Dieter Gerschler